Lloyd de MauseReagan's Amerika"Wo ist der Rest von mir?"
© 1984 Lloyd deMause # Die Originalausgabe erschien 1984 unter dem Titel <Reagan's America> bei Creative Roots, New York und London. © 1984 Stroemfeld / Roter Stern / Basel / Frankfurt am Main # Satz: Hoheisel, Dortmund # Druck: Fuldaer Verlagsanstalt # ISBN: 3-87877-208-4 |
|
1984 229
(268) Seiten <Reagan's America> u1: Postman Wir Bauriedl Roszak 2003
Web: Google1
Yahoo1
Wikipedia
deMause stroemfeld.de/de/buecher_R_427_1 Verlagseite |
Olf 2009: Wem das Buch Reagan's Amerika gar zu psychoanalytisch konstruiert vorkommt, der findet im Nachwort der Herausgeber und Übersetzer gute allgemeine Verstehenshilfen (z.B. Was ist ein <Gallup Poll>?). Beiden - Theweleit, Freund - sei auch 20 Jahre danach noch sehr gedankt für ihre damalige Eigeninitiative. Sie hat sich gelohnt. Auch heute noch hat dieses Buch seine eigene Bedeutung. Gerade auch, wo der neue Präsident Obama gerade es schwer hat. Vgl Audio 2009 Obama1 Obama2
Lloyd deMause ist mit wichtigen Arbeiten zur Geschichte der Kindheit und als Begründer der Psychohistorie hervorgetreten. In Foundations of Psychohistorie (1982) gibt er neue Anstöße zur Analyse massenpsychologischer Fragen. Lloyd deMause ist Direktor des Institute for Psychohistory in New York.
|
Inhalt Nachwort
der Übersetzer Anmerkungen
|
1.
Der Mordanschlag auf Ronald Reagan 2.
Die Inszenierung der Irankrise 3.
Die Konstruktion eines furchtsamen Führers 4.
Reaganomics als Opferritual 5.
Das Opfer wird durchgeführt 6.
Versuchskriege 7.
Der Giftpegel steigt 8.
Das Gift kommt ins Ausland
Nicaragua / Abschuß Jumbo 9.
Die Vernichtung der Giftträger |
|
Vorwort des Autors
Dies Buch ist die Geschichte der Gefühle und Phantasien, die wir in Reagans Amerika teilten. Ich wollte vor allem darstellen, warum in der Politik — wie in unserem privaten Leben — die Umstände, die wir am meisten beklagen, so oft die sind, die wir uns unbewußt wünschen, wodurch wir uns nicht selten die schmerzvollsten Ereignisse unserer Geschichte selbst bescheren.
Das Buch basiert auf der Entdeckung, daß Nationen, nicht anders als Individuen, ihre Gewalttaten phantasieren, bevor sie sie in der äußeren Realität ausagieren; daß diese ständig in uns ablaufenden fantasy wars in periodischen Abständen umzuschlagen drohen in wirkliche Kriege, in Verbindung mit Ereignissen der <großen Politik> gegen einen wirklichen äußeren "Feind".
Nachzuvollziehen, warum das so ist, verlangt einige Geduld vom Leser. Dies Buch ist in der Analyse von ein paar tausend Dokumenten entstanden, und so häuft es zunächst Material vor den Lesern, bevor sie die kollektiven Phantasien erkennen können, die sich darin verbergen. Ich bitte daher die Leser nur, genügend Geduld zu haben, das Beweismaterial in den folgenden Kapiteln zur Evidenz sich entfalten zu lassen.
Nach einer Weile wird ein Sinn in den Mustern erscheinen, der allerdings den gängigen Meinungen über das, was uns während der Reaganjahre bewegte, widersprechen könnte. Denn es ist nicht schwer zu beschreiben, was sich in Reagans Amerika ereignete. Schwer ist nur zu glauben, daß wir es so wollten.
Lloyd deMause
New York City, April 1984
*
7